Mietrecht: Kündigung bei beleidigenden Mietern

Die Kündigung eines Mieters ist an hohe Voraussetzungen geknüpft, weil die vermietete Wohnung als Lebensraum einen besonderen Schutz verdient. Diese Problematik macht nicht wenigen Vermietern viel Ärger. Das Amtsgericht München hatte sich mit einem Fall zu beschäftigen, in dem Mieter die Objektbetreuerin mit den Worten „fette Kaugummidrecksau“ und „dreckige Schweinedrecksau“ beleidigten und durch Drohgebärden bedrohten. Nach Ansicht des Amtsgerichtes reichte dieses Verhalten für eine Kündigung wegen Störung des Hausfriedens und einen erfolgreichen Räumungsprozess aus (AG München, Urteil vom 30.10.2014- 433 C 13417/14). Es handelt sich bei der Beurteilung einer solchen Kündigung immer um Einzelfallabwägungen, die unter Würdigung aller Umstände beurteilt werden. Hier spielte insbesondere eine Rolle, dass für die Beleidigungen kein Anlass ersichtlich gewesen war und zusätzlich die Bedrohung erfolgte.

Ob und inwiefern auch in Ihrem Fall eine Kündigung erfolgversprechend ist, können wir prüfen und die erforderlichen Schritte durchführen.

Über diesen Fall informierte die Neue Juristische Wochenzeitschrift (NJW), Heft 38/2015.